21. November 2012
Welcome to the Djungle
Markus Eberl klettert den Marquis de Sade in der Wunderbaren Welt im Dschungelbuch. Die Route wurde von Christoph Prager 1993 erstbegangen und mit 8a bewertet. 2011 bohrte Pinky eine Verlängerung dazu und einige Sikaelemente im unteren Teil verschwanden auf "mysteriöse Weise" ;-). Dadurch wurde die Tour ein bisschen schwieriger. Jedenfalls meint Eberl, dass die technisch anspruchsvolle Route "sicher 8b" sei.
20. November 2012
Newsticker
Babypause beendet: Markus Schwaiger is back! punktet heute "schnellaktion" 8a+ im dschungelbuch (first ascent: markus eberl 2012, altes offenes projekt von reini scherer neben french open, sektor wunderbare welt)
Quelle: Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit
Quelle: Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit
12. November 2012
Schwierigste boltfreie Tour im Kaiser gekraxelt
Roland Hemetzberger konnte kürzlich die "Südwand" des Karlspitzpfeilers im Wildern Kaiser (ein alter Technohammer, ca. VI- A1) frei klettern. Als Bewertung spuckt Roland 8a aus. Dabei handelt es sich um die bislang schwerste "Tradroute" im Wilden Kaiser, zumal Roland und sein Partner Fabi Hagenauer keine Bolts anbrachten, nicht einmal an den Standplätzen. Um das freie Klettern überhaupt zu ermöglichen, waren sie sogar gezwungen, einen Schlaghaken an der Schlüsselstelle zu entfernen, weil der Haken einen entscheidenden Griff (Riss?) unbenutzbar gemacht hatte. Die Bewertung der einzelnen Seillängen 4-, 8-, 9+/10-, 6+, 8-. Brav!
22. Oktober 2012
Vorfreude auf Eis
Der Kletterer befindet sich in "Kennedy's Gully", einer schönen Eisroute im Grad WI 4 in Ouray in Colorado. Die Distanz zum nächsten größeren Absatz soll ca. 50 Meter betragen haben, eine kurze Eisschraube im Matscheis sehr viel weiter unten diente als einzige Sicherung. Ob der Mann ohne die Seilschaft vor ihm überlebt hätte?
Wir wünschen eine schöne Eisklettersaison! ;-)
Wir wünschen eine schöne Eisklettersaison! ;-)
7. Oktober 2012
4. Oktober 2012
Denkmalschutz und moderne Architektur
Roland Hemetzberger und Konsortium konnten die Relikte einer alten Techno-Tour an der Fleischbank in moderne Sportkletter-Architektur integrieren. Für ihren Neubau verwendeten sie einzelne Elemente der alten Noichl-Wörndl, auch Direkte Ostwand (A2, VI-) genannt, ohne dabei die alte Bausubstanz, sprich Hakenmaterial, zu beschädigen.
Nur ein Standplatz wurde mit einem Bohrhaken renoviert. Herausgekommen sind 13 Seillängen bis 8b/b+. Mit "Relikt" - so heißt das Teil - gelang ihnen eine angemessene Einbindung historischen Altbesstandes in zeitgenössische Architektur. Individuell und zeitgemäß, aber dennoch harmonisch in den historischen Kontext integriert. So soll moderne Architektur sein ;-)
Hier ein Text von Rolis Seite nonstop-climbing.com (Der Text wurde vor der Erstbegehung verfasst):
Roland und Lukas Böhm kletterten zusammen durch die schöne Südost-Verschneidung. Meistens hatte Roli die Augen nicht auf den Vorsteiger, sondern rechts davon in der riesigen gelben Wand. Die erspähte Linie schrie förmlich nach einer Erstbegehung ! 14 Tage später stand ich mit Christian und Fabian am Parkplatz der Wochenbrunneralm. Jeder mit fast 15 kg auf dem Buckel, marschierten wir die 2.Stunden bis zum Einstieg.
Der Plan war einfach:
Direkt Einstieg zur Noichl Wörndl, 2.Techno Längen frei Klettern, und einen eigenen Ausstieg kreieren. Genächtigt wurde auf der Gaudeamus Hütte, 3 Tage wurde wie verrückt erschlossen das Resultat kann sich sehen lassen. Ganze 8.Seillängen konnten wir uns von unten hochkämpfen, in dem Noichl Wörndl Part war das Ziel definitiv keine Haken zu Bohren, (was auch klappte ) lediglich mit dem alten Material das freie Klettern zu versuchen.
An den alten Standplätzen angekommen diskutierten wir, ob es dafür wert sei zu Sterben. Da die Route aus dem Jahr 1957, und das Hakenmaterial einfach richtig schlecht ist, entschlossen wir uns für einen Bolt am Stand !
Wir sind am Summit noch nicht angelangt, es werden schon noch ein paar interessante Längen werden.
1. Oktober 2012
20. August 2012
7. August 2012
Barbara Zangerl wiederholt End of Silence
Babsi Zangerl konnte sich kürzlich die erste Damenbegehung der Mehrseillängenroute "End of Silence" 8b oder 8b+ abholen. Die Tour befindet sich am Feuerhörndl auf der Reiteralm und wurde 1994 von Thomas Huber erstbegangen. Er bewertete sie mit 11- oder 8c. Huber machte damals den Vorschlag eine Gesamtbewertung für alpine Sportklettereien einzuführen. Die schwerste Einzellänge gab er mit 10+ an. Damals zählte "End of Silence" neben "Kaisers neue Kleider" im Kaisergebirge und "Silbergeier" im Rätikon zu den drei schwersten alpinen Sportklettereien weltweit. Der Sachse Jörg Andreas konnte sich die erste Wiederholung sichern und wertete die Schlüsselseillängen dann auf 8a+ ab. Inzwischen kursieren aber auch wieder 8b+Bewertungen.
Hier der Text von Babsi:
Schon Anfang des Jahres stand die End of Silence fest auf meiner Wunschliste. Da ich mir letztes Jahr durch die speziellen Züge in der Crux vom Silbergeier, zum zweiten Mal eine Verletzung an der Bandscheibe zugezogen habe, war klar, dass ich dieses Jahr nach einer langen Pause, vom Rätikon Abstand nehmen werde und damit den Silbergeier erst einmal auf Eis lege.
Aber ohne größeres Ziel für den Sommer ging es dann doch nicht. Gerade wegen der ähnlichen Kletterei in der End of Silence und wegen den coolen Bildern, die ich dazu im Kopf hatte, wollte ich dieses Projekt angehen. Ende Juni war ich dann zusammen mit meinem treuen Seilpartner Emanuel Falch am Feuerhörndl. Wir schleppten unsere schweren Rucksäcke mit Material und Verpflegung für drei Tage an den Fuß der Wand. Nach zwei Stunden Marsch und einer schlechten darauffolgenden Nacht, stiegen wir am nächsten Tag in die Wand ein.
Vor dieser Aktion recherchierte ich im Internet ob wir für diese alpine Sportkletterroute mobile Sicherungsmittel brauchen oder nicht. Leider hat sich keine hilfreiche Information finden lassen und ich war der Meinung wir kommen mit ein paar Expressschlingen aus. Doch wir wurden in der dritten Seillängen eines Besseren belehrt. Eine schöne Rissverschneidung, wo man seine Camelots bestens platzieren könnte;-> hätte man nur welche dabei. Das ganze Vorhaben kostete uns dann einiges an Nerven und wir entschlossen uns nach der fünften Länge für den Rückzug.
Der ganze Optimismus war wie verflogen. Schlussendlich entschloss ich mich nach langem Überlegen, die schweren Längen von oben auszuchecken, um zu wissen ob es überhaupt möglich ist und ob es einen Sinn macht mehr Zeit zu investieren. Von oben schaute es dann leider auch nicht viel besser aus. Von der Absicherung her, war es zwar ohne Bedenken. Aber die technisch anspruchsvolle Kletterei, mit den schwierigen Boulderpassagen, führte mich noch immer nicht zu einem Hoffnungsschimmer. Die Einzelzüge habe ich zwar schnell machen können, aber die einzelnen Passagen zusammen zu hängen erschien mir als unmöglich.
Ich war insgesamt 9 Tage beim ausbouldern und konnte nach und nach die einzelnen Längen durchsteigen. Am 1. August startete ich dann den ersten ernsthaften Versuch von unten. Bis zu der ersten 7c+ Länge lief alles wie am Schnürchen. In dieser besagten Länge kämpfte ich mich am letzten Hemd bis zum Stand. Die nächste Challenge ließ nicht lange auf sich warten. Als ich am Stand der ersten 8b stand konnte ich mir einen Durchstieg noch nicht vorstellen aber ich versuchte trotzdem alles zu geben. Diese Länge gelang mir dann gleich auf Anhieb. Nun stand ich am Start der letzten schweren Länge, der Schlüssellänge. Bis dahin hat es mir schon einiges an Kraft abverlangt, aber ich fühlte mich noch einigermaßen fit. Nach zwei Abgängen an der Schlüsselstelle schwand dann jegliche Hoffnung an diesem Tag die End of Silence durchzusteigen. Für mich war klar, das war es dann wohl. -> Nervenkrieg!
Einen dritten Versuch wollte ich mir einfach noch geben. Irgendwie kämpfte ich mich über die Schlüsselstelle, es war wohl eher der Kopf, als die Kraftreserven, der mich zum Stand brachte. Eine riesen Erleichterung machte sich breit, sooooo nahe vor dem Ziel, genial!
Eine 7c zum Schluss und die Sache ist geritzt und genau in dieser Länge landete ich nach dem missglückten Sprung nochmals im Seil. So schnell wendete sich das Blatt wieder. Schon fast geschafft und doch wieder weit entfernt. Die Kraft am Ende!! Nach einer Pause hat es dann funktioniert. Die letzte 7a fühlte sich an, wie ein Spaziergang zum Gipfel des Feuerhörndls.
Für mich ein absolutes Highlight. Ich freue mich über die erste freie Frauenbegehung dieser genialen Route, die 1994 von Thomas Huber erstbegangen wurde. Ich danke ALLEN die mich dabei unterstützt haben!!!
Großes Danke an Emanuel, für die große Motivation immer dabei zu sein und an Matthias und Hannes, die mich am Tag der Begehung gesichert, gefilmt und unterstützt haben!!!!
Weiters ein riesen Dankeschön an die super Truppe der Seilbahn und an die Hüttenwirte der Lenzenkaser.
thanks to (c) Hannes Mair/Alpsolut for the pictures!!!
6. Juli 2012
Mountainbikerennen Angerlalm-Trophy heuer weltmeisterlich!
Am Samstag, den 7. Juli, ist es wieder soweit: Angerlalm-Trophy 2012! Gestartet wird am Dorfplatz in Kirchdorf – von dort kämpfen sich die hartgesottenen Biker auf 1.140 m. Mit dabei: Drei Weltmeister! David Kreiner (Weltmeister und Olympiasieger Nordische Kombination), Markus Bendler (Eiskletterweltmeister 2007 und 2009) sowie Skisprunglegende Andi Goldberger, der als Steinbacher-Markenbotschafter für den Erpfendorfer Dämmstoff-Spezialisten ins Rennen geht.
Dieses Jahr bietet der Verein „Alpin Kids Kirchdorf“, Bichler Eduard, bei der Angerlalm-Trophy erstmals zusätzlich eine Firmen- und Betriebswertung – klar, dass Steinbacher mit von der Partie ist und einige Teams ins Rennen schickt. Neben „Goldi“ geht mit dem österreichischen Biathlon-Staatsmeister Julian Eberhard ein weiterer Spitzensportler für Steinbacher an den Start! Was die Firmen- und Betriebswertung anbelangt, wird der 1. Platz mit Pokal und 100-Euro-Gutschein belohnt. Mal schauen, ob es ein Weltmeister aufs Treppchen schafft ... In jedem Fall winkt am Ende des Tages eine Hüttengaudi samt Preisverteilung auf der Angerlalm. Da haben sich die Radler mehr als ein Radler verdient.
Jedermann kann teilnehmen!
Was viele vielleicht nicht wissen: Neben der bekannten Rennklasse gibt es auch eine Sportklasse, in der Jedermann/-frau an den Start gehen kann. Auch E-Bikes sind erlaubt und willkommen – gewertet wird anschließend nach den Durchschnittszeiten aller Teilnehmer. Hierbei gibt’s dann tolle Preise zu gewinnen. Und natürlich darf jeder Teilnehmer zur Erinnerung seine Startnummer behalten. Anmeldungen sind bei Stefan Mattersberger im Geschäft „Bikezeit“, per Mail an edi@eurinos.com oder am Start möglich. Alle Teilnehmer, die sich bis Mittwoch, 4. Juli 2012, anmelden, erhalten eine Startnummer mit ihrem Namen. Die Sportklassen starten am Kirchdorfer Dorfplatz um 13 Uhr und die Rennklassen um 14 Uhr. Alle weiteren Infos finden Sie auf: www.hillclimb-cup.info.
Dieses Jahr bietet der Verein „Alpin Kids Kirchdorf“, Bichler Eduard, bei der Angerlalm-Trophy erstmals zusätzlich eine Firmen- und Betriebswertung – klar, dass Steinbacher mit von der Partie ist und einige Teams ins Rennen schickt. Neben „Goldi“ geht mit dem österreichischen Biathlon-Staatsmeister Julian Eberhard ein weiterer Spitzensportler für Steinbacher an den Start! Was die Firmen- und Betriebswertung anbelangt, wird der 1. Platz mit Pokal und 100-Euro-Gutschein belohnt. Mal schauen, ob es ein Weltmeister aufs Treppchen schafft ... In jedem Fall winkt am Ende des Tages eine Hüttengaudi samt Preisverteilung auf der Angerlalm. Da haben sich die Radler mehr als ein Radler verdient.
Jedermann kann teilnehmen!
Was viele vielleicht nicht wissen: Neben der bekannten Rennklasse gibt es auch eine Sportklasse, in der Jedermann/-frau an den Start gehen kann. Auch E-Bikes sind erlaubt und willkommen – gewertet wird anschließend nach den Durchschnittszeiten aller Teilnehmer. Hierbei gibt’s dann tolle Preise zu gewinnen. Und natürlich darf jeder Teilnehmer zur Erinnerung seine Startnummer behalten. Anmeldungen sind bei Stefan Mattersberger im Geschäft „Bikezeit“, per Mail an edi@eurinos.com oder am Start möglich. Alle Teilnehmer, die sich bis Mittwoch, 4. Juli 2012, anmelden, erhalten eine Startnummer mit ihrem Namen. Die Sportklassen starten am Kirchdorfer Dorfplatz um 13 Uhr und die Rennklassen um 14 Uhr. Alle weiteren Infos finden Sie auf: www.hillclimb-cup.info.
27. Juni 2012
Pecha Kucha
„Pecha Kucha, schon gehört, schon gesehen, schon probiert?“
Pecha Kucha (petscha-kutscha, japanisch für „wirres Geplapper“) ist eine Vortragstechnik und wird an einem Abend mit etwa 12 Präsentationen vor Publikum abgehalten. Es sollen 20 Bilder zu je 20 Sekunden gezeigt werden, was eine Sprechzeit von 6 Minuten und 40 Sekunden ergibt, unmittelbar danach ist schon die oder der Nächste dran. Die PKN (PechaKuchaNight) bietet die Möglichkeit, sich selbst, ein Thema, ein Interessensgebiet, ein Projekt, eine Geschichte oder auch einen Beruf auf einfache Weise in der Öffenlichkeit vorzustellen. Pecha Kucha wurde 2003 in Tokio von Klein-Dytham Architects gegründet, ist eine Non-Profit Organisation und läuft in mittlerweile über 500 Städten weltweit, meist im Vierteljahrestakt.
Unbedingt hinschauen! Wer von den Poetryslams begeistert ist, wird auch dieses Format toll finden!
Pecha Kucha (petscha-kutscha, japanisch für „wirres Geplapper“) ist eine Vortragstechnik und wird an einem Abend mit etwa 12 Präsentationen vor Publikum abgehalten. Es sollen 20 Bilder zu je 20 Sekunden gezeigt werden, was eine Sprechzeit von 6 Minuten und 40 Sekunden ergibt, unmittelbar danach ist schon die oder der Nächste dran. Die PKN (PechaKuchaNight) bietet die Möglichkeit, sich selbst, ein Thema, ein Interessensgebiet, ein Projekt, eine Geschichte oder auch einen Beruf auf einfache Weise in der Öffenlichkeit vorzustellen. Pecha Kucha wurde 2003 in Tokio von Klein-Dytham Architects gegründet, ist eine Non-Profit Organisation und läuft in mittlerweile über 500 Städten weltweit, meist im Vierteljahrestakt.
Lust bekommen?
Die nächste PechaKuchaNight Innsbruck findet am 30 Juni um 20:20 Uhr in der Bäckerei/die Kulturbackstube statt… Anmeldungen ab sofort!
Unbedingt hinschauen! Wer von den Poetryslams begeistert ist, wird auch dieses Format toll finden!
25. Juni 2012
Heutiges Diskussionsthema: Freesolo und Frauen
Warum gibt es viel weniger Free-Solo-Kletterinnen als -Kletterer? Sind Frauen zu feige, zu wenig kaltblütig? Wir laden zur Diskussion, Theorien und Meinungen erwünscht!
20. Juni 2012
Neue Klettersteige braucht das Land!
Klettersteige liegen voll im Trend. Im ganzen Land sprießen die Eisenwege wie die Schwammerln aus dem Boden. Daher widmet der Alpenverein sogar die letzte Ausgabe des Magazins "bergauf" diesem Thema. Wie stehst du zu dieser Entwicklung? Kommentare erwünscht!
9. Juni 2012
Groß und Stark?
Heli Kotter aus Rosenheim konnte kürzlich in der Nähe von Kufstein einige Erstbegehungen machen. Hier die Namen und Bewertungsvorschläge: Cyanide 8b+/c, Soulchecker Extension 8b+/c, Steinbeisser 8c+. Viel mehr Details sind leider noch nicht bekannt. Cyanide soll auf 16 m Länge 7 m überhängen und bei Soulchecker Extension handelt es sich um eine siebenzügige Verlängerung einer 8a. Wo sich die Routen befinden? Gemunkelt wird, dass sie sich im markanten Überhang links oberhalb von Sparchen befinden....
6. Juni 2012
1. Juni 2012
Lust auf Laktat?
Dann geh doch zur Hungerburg! Dort kann man mindestens 40 Meter traversieren und sich an den scharfen Griffen und schmerzenden Unterarmen im Masochismus üben. Gemeint ist nicht der Steinbruchquergang. Der pumpt zwar auch, aber 10 min. weiter östlich gibt es noch viel mehr Milchsäure fast zum selben Preis. Letztes Jahr im Herbst konnte Stefan Mangger die mit dem treffenden Namen "Laktat" bezeichnete Traverse erstbegehen. Dieses Frühjar ist schon die erste Wiederholung zu vermelden. Dem bayerischen Neo-Innsbrucker Martin Schidlowski gelang es die 60 und noch mehr Züge fehlerfrei aneinanderzureihen. Er spricht von 8c Routenbewertung, denn mit einem Boulder hat diese Ausdauerorgie bei Gott nichts zu tun. Martin konnte schon einige Routen bis 8c+ wiederholen, die meisten davon am Karlstein, dem Heimgebiet der Huberbuam. Respect!
30. Mai 2012
Lustgrotte usw.
David Lama kletterte neulich "The Great Gig in the Sky" 8c an der Chinamauer. Was daran besonders ist? Es war sehr heiß. Außerdem soll er nur zwei Versuche benötigt haben. Auch aus der Martinswandgrotte gibt es Neuigkeiten: Flo Klingler gelang mit "Lustgrotte" im linken Grottenbereich eine Erstbegehung. Zur Bewertung: 8b+? Vielleicht aber auch 8c, sagen andere. Die Wiederholer werden sich schon einig werden.
23. Mai 2012
Guido News
Hier ein Artikel von Guido Unterwurzacher über seine Frühjahrsaktivitäten
Flow
Nach meiner Schnee und Eis bedingten, drei monatigen Kletterabstinenz, waren heuer die ersten Kletterversuche, wieder eine ganz besondere Erfahrung für mich. Alles fühlt sich schwer und hart an, der gewohnte Bewegungsfluß gleicht einem grobmotorischen, schwerfälligen Gerampfe und nach 3 Routen war meistens der Ofen aus. Aber von mal zu mal ging es besser und erstaunlicherweise dauerte es nicht lange bis der Saft aus den Skitourenhaxen zurück in die Finger fand.
Karlstein war nach einigen Jahren wieder mal der "place to be". Top Bedingungen, geile Routen und super Stimmung, genau was man braucht um voll motiviert anreissen zu können und so konnte ich relativ flott einige coole Routen knacken. Mono und Markus machten es vor und so gelang auch mir eine Begehung der Hammerline "Violent Femmes" 8b, die Tage danach konnte ich noch "Souka" 8a und "Femme Fatal" 8a knacken. Markus checkte sich eine neue abgefahrene Lösung für die alte "Headline" aus, welche nun, nach den Griffausbrüchen wohl bei 8c+ einchecken wird. Bei einem guten Versuch konnte er aber einen Haken nicht klippen und flog in hohem Bogen aus der Wand. Resultat: knöcherner Ausriß im kleinen Finger! Zum Glück wurde er von einem kompetenten Bergführeranwärter gesichert, denn sonst hätte der Bruchpilot wohl doch noch den "Sanka" gebraucht ;)
Einige Tage später spazierte ich mit meinem Hund Gismo das erste mal im heurigen Jahr zum Schleier, mit im Gepäck die Bohrmaschine. Diese Kombination hat sich in der Vergangenheit schon öfter als äußerst produktiv gezeigt und so entstand auch diesmal wieder eine Hammer Neutour. Zwischen den Routen "Heinzelmännchen" 8b und "Chaos" 8b befindet sich nun das neue Prachtstück. Tags drauf zusammen mit Hias Schiestl und Gismo wieder zrück am Schleier gelang mir die Erstbegehung. Der Neuzuwachs hört auf den Namen "Wellenreiter" und wird ca. bei 8a+/8b einpendeln, man wird sehen was die Wiederholer sagen. Auf alle Fälle ein echtes MUSS!!!
Auch am Saubichl in St.Johann gab und gibt es immer was zu tun. Ich probierte öfter mal, aber zeimlich sporadisch eine alte Route von Oli Beihammer "Greenpiecer" 8b. Ich boulderte mir eine Lösung aus, damit ich die zwei geschlagenen Kunstgriffe nicht verwenden muss und fand das ganze ziemlich knackig. Letztes Jahr ging die Stelle sehr, sehr schwer von der Hand, heuer fühlte sich das ganze etwas realistischer an und vor einigen Tagen war das erste mal "Land in sicht!". Am 21.4 spazierten July und ich wieder hinauf zum Saubichl. Noch nie waren die Bedingungen so gut wie heute und nach kurzem Schlingen reinhängen und Griffe ausgreifen machte ich einen Versuch. Alles lief perfekt, der technische Boulder mit den schlechten Tritten warf mich nicht ab, die Schuhe blieben dort stehen wo sie sollten, den Schnapper hatte ich schon gemacht ehe ich darüber nachdenken konnte und die knackige Ausstiegsplatte nahm ich voll entschlossen in Angriff und erreichte ziemlich überrascht den Standplatz dieser Hammerroute. Ich taufte die natürliche Linie, ohne die Kunstgriffe,"Greenpeace" mein Bewertungsvorschlag 8b+. Auch July konnte die optimalen Bedingungen nutzen und spazierte locker, lässig durch den "Mad Max" und holte sich ihre erste 7b. Such a perfect day!!!!
Drogen: Laboranten der Unterwelt
So reißerisch titelte einst der Spiegel. Es ging um Ecctasy. Hier geht es um Speed. Das braucht Thomas Neyer zum Klettern nicht. Auch ohne das Amphetamin wiederholte er vorige Woche die gleichnamige Route von Beat Kammerlander. Bereits 1995 eröffnete der Vorarlberger die auf 30 Metern kaum überhängende Dellen- und Warzenorgie im Klettergebiet Voralpsee. Viele Wiederholungen hat "Speed" 8c+ seither nicht gesehen.
Noch die Woche zuvor war Tom am wesentlich überhängenderen Götterwandl bei Nassereith unterwegs und bezwang mit "Hades", dem Herrescher der Unterwelt, seine erste 9a. Sie hat 13 Jahre weniger auf dem Buckel als obgenannte Sauplatte. 2008 wurde sie von Andreas Bindhammer befreit, danach kam sein Bruder Christian, Adam Ondra, Patxi Usobiaga und schließlich Tom. Hut ab, Gratulation und sorry wegen der reißerischen Überschrift!
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| Beat Kammerlander in Speed |
21. Mai 2012
Bügeleisen frei !!!
Zwischen Geisterschmiedwand und Sparchen bei Kufstein liegt ein Felsriegel mit einer Königslinie. Diese konnte vor einiger Zeit Roli Hemetzberger befreien.
Hier der Text von seiner Seite http://nonstop-climbing.com/:
Manchmal ist das Gute so nah, doch nur selten erkennt man es.
So und nicht anders trifft es auf Roland´s
neueste Kreation, das "Bügeleisen", zu.
Jeder ist daran schon einmal vorbeispaziert, der
schwarze eindrucksvolle Bug, der den meisten als "Bügeleisen" bekannt
ist.
Doch warum kam niemand vor Roland auf die
Idee an dem Wahnsinnsteil zu klettern? Schicksal.
Manchmal lässt sich klettern schwer in
Worte bzw. Zahlen fassen, doch in dem Fall muss man einfach sagen: Seht selbst
!
Bewertungsvorschlag 8b+
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